gasparus

…was andere leute so tun…

„Als ich 17 Jahre alt war…“

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Zigaretten waren bei 17-Jährigen mal cool. Bild: Yann!s/flickr.

17-Jährige gehen heute zur Uni oder fahren mit dem Auto durch Deutschland. Zeiten ändern sich bekanntlich. Glaubt man musikalischen Zeugnissen, dann haben Gleichaltrige früher blond vor alten Männern herumgestanden, gerade ihre ersten Erfahrungen mit alten Frauen gehabt oder sich darauf gefreut, als Rock’n’Roll-Sänger durch die Stadt zu laufen. War das wirklich so? Auf der Düsseldorfer Kö standen einige Passanten Rede und Antwort, was sie mit dem berüchtigten Alter verbinden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Written by gasparus

23. Oktober 2012 at 23:26

Business Person, Penner oder Nazi – den „Dönermann“ mag jeder

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Die Macht der Sprache kann ganz schön verzwickt sein. So hat sich zum Beispiel „Dönermann“ im alltäglichen Sprachgebrauch als flapsige Berufsbezeichnung durchgesetzt. Man könnte nun meinen, dieser Begriff klingt irgendwie unschön, irgendwie vorurteilsbeladen. Man kann es – wie Cetin Yigitcan – aber auch lassen: „Ich finde nicht, dass man uns mit dem Begriff niedermacht. Ich mache damit ja selbst einige Späßken.“ Der Geschäftsführer des Düsseldorfer Restaurants „Hünkar“ ist gerne Dönermann. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by gasparus

10. Oktober 2012 at 18:05

Interview: „Manchmal ist Fama auch sehr großzügig“

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Gerüchte gelten als ältestes Massenmedium der Welt. Bild: Wolfgang Schwarz/flickr.

Man munkelt. Hat sie nun für Geld oder nicht? Gibt’s nun das Interview mit dem homosexuellen Fußballer oder nicht? Wenn ja, wer ist es wohl? Und welches Land wollte nochmal welche Waffen gegen wen einsetzen? Die Anzahl der Säue, die durch das nun digital vernetzte Dorf gejagt werden, scheint zuzunehmen. Trotzdem wird wissenschaftlich das Thema „Gerüchte“ in Deutschland zu weiten Teilen übergangen. Kim-Claude Meyer (29), Promovent an der Universität Konstanz, setzt mit seiner Forschungsarbeit hier an. Zwei Wochen nach der Erscheinung von Bettina Wulffs Buch erklärt er, was es mit Gerüchten auf sich hat, weshalb sie brisant sind und wie man als Betroffener am besten mit ihnen umgeht.

Frage: Herr Meyer, im Rahmen Ihrer Promotion gehen Sie dem Wesen von Gerüchten auf den Grund. Was macht das Thema für Sie interessant?

Kim-Claude Meyer: Nachdem ich eine Studie zu Gerüchten in den griechischen und römischen Mythen gelesen hab, hat das Thema mich sehr fasziniert. Tagtäglich haben wir mit Gerüchten zu tun. Trotzdem bleiben sie stets etwas Prekäres, etwas Ambivalentes. Für die Promotion habe ich dann dementsprechend mit Bezug auf 9/11 ein Exposé geschrieben. Den Rest des Beitrags lesen »

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26. September 2012 at 17:56

Nach dem Platzsturm: Der Mann, der Gras über die Sache wachsen ließ

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Vier Monate ist es her, als die Relegationspartie zwischen Fortuna Düsseldorf und der Berliner Hertha für Furore sorgte. Die Bilder, in denen Fans der Gastgeber im Irrglauben, das Spiel sei entschieden, den Platz stürmen und beginnen, das Spielfeld in Einzelteile zu zerlegen, sind bekannt, aber ein Relikt der Vergangenheit. Auch weil der Rasen sich heute wieder bestens präsentiert.

In seinem Büro angesprochen hat Kai Baumann noch heute ein Kopfschütteln für die Ereignisse des 15. Mai parat: „Wenn Tore und Tornetze so in Mitleidenschaft gezogen werden, dann ist das einfach nur dumm. Das ist keine Emotion, sondern Sachbeschädigung“. Er sagt das am Montag vor dem zweiten Heimspiel der Saison. Wenn dann der SC Freiburg als Gast aufläuft, darf laut DFB-Sportgericht wie schon beim Heimauftakt das Stadion nur zur Hälfte gefüllt sein. Allerdings kommen so immer noch 27.000 Zuschauer. Aus Baumanns Fenster hat man mit dem Blick auf eine gänzlich leere Haupttribüne, deren knallrote Business Seats sich farblich von den ansonsten bunten Zuschauerstühlen abheben, den direkten Vergleich, was ein richtiges Geisterspiel bedeutet hätte. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by gasparus

19. September 2012 at 20:26

Die „Zeugen Amors“ – wie man sich Jahrzehnte später im Netz wieder findet

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Ein Karrieremantra heutiger Jungprofessioneller lautet: Das Internet vergisst nichts. Im Jahr 1989 aber, als man zum Surfen noch an die Küste musste, war dieser Spruch für fünf junge Studenten aus Oberbayern ohne Bedeutung. Unter dem Namen „Die Zeugen Amors“ gewannen sie in der Spielshow „Ruck Zuck“ die Geldsumme von 25.000 DM. Ihr unterhaltsamer TV-Auftritt erfreut sich heute wieder öffentlicher Beliebtheit. Natürlich im Netz…

Mirko, der nun als Chirurg arbeitet, erinnert sich, wie das war, als er vom Video erfuhr: „Ich habe vor anderthalb Jahren durch die Krankenschwestern mitbekommen, dass da etwas ist. Die haben mich natürlich erst einmal aufgezogen“. Heute ist er wie seine früheren Mitstreiter in den Vierzigern. Er studierte damals im zweiten Semester Medizin und konnte nicht ahnen, dass ein für ihn unbekannter Bürgerradioaktivist aus dem nördlichen Zipfel Deutschlands zwei Jahrzehnte später den Mitschnitt hochladen sollte. Aus der gemütlichen Perspektive der Gegenwart ist der Auftritt aus vielerlei Hinsicht unterhaltsam. Es waren die Achtziger. Moderator Werner Schulze-Erdel setzte auf umgekrempelte Sakkoärmel, die Frisuren markierten den Erfolg des jungen Jon Bon Jovi und die „Zeugen Amors“ stellten sich mit einem eigenen Rap vor, dem man anmerkt, dass der Musikstil des Sprechgesangs erst den kulturellen Weg aus den Untergrund finden musste. „Für die Schwestern war ich, nachdem sie das Video gesehen hatten, der Hip-Hop-Mirko“, feixt der Kapitän des Gewinnerteams heute über seine Darbietung. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by gasparus

12. September 2012 at 17:20